Schottland, Tag 3

Weiter geht es mit dem zweiten „richtigen“ Fototag der zuletzt von mir geführten Fotoreise im November 2019 durch Schottland. Tag 1 und 2 findet ihr in einem vorherigen Blogbeitrag

Den heutigen Tag begannen wir vor dem Frühstück mit denen, die dafür zu haben waren, mit einer Sonnenaufgangsession am Loch Leven mit Blick auf den Pap of Glencoe. Leider war es anfangs noch etwas „schottisch“ mit leichtem Nieselregen, der sich dann verzog, als wir zum Frühstück gingen (timing ist alles!).

Der erste Fotospot mit der gesamten Truppe war der kleine, aber wunderschön gelegene Glencoe Lochan. Ich mag diesen See besonders im Herbst wegen seiner Farbenpracht, aber am heutigen Tag kam noch hinzu, das wir praktisch absolute Windstille hatten – eine wirkliche Seltenheit im Herbst!

Im Sommer hatte ich mir neben meinem Fujifilm-Equipment noch eine 360°-Kamera, eine Insta360 One X  (affiliate link) zugelegt, damit ich ein paar Rundumschüsse und evtl. auch das ein oder andere Video damit produzieren könnte. Ich mache mich erst langsam mit dem Ding vertraut, aber spannend ist es schon! (Mit der Maus könnt ihr den Blickwinkel beliebig drehen – dann stoppt die automatische Drehung.)

 

Wir verbrachten praktisch den ganzen Morgen an dem kleinen, künstlich angelegten See, bevor wir weiter hinein ins Glen Coe fuhren. Ein kurzer Stopp am River Coe war nicht so ergiebig, wie ich gehofft hatte, weshalb wir schnell weiter an den Loch Atriochtan gefahren sind. Wieder Spiegelbedingungen, aber dieses Mal ganz andere Farben und Strukturen!


Nach einem Mittagsnack im Clachaig Inn fuhren wir weiter das Tal hinauf. Unser nächstes Ziel war nämlich Ralston Cairn, eine Gedenktafel nahe des Pass of Glen Coe, von aus man einen schönen Blick das Tal hinunter und zu den Gipfeln der Three Sisters hat. Von der Straße ist es nur ein kurzer Spaziergang hier hoch, man muss aber wissen, dass es den Cairn gibt…

Das letzte Fotoziel des heutigen Tages war Altnafeadh am östlichen Eingang des Tals. Um diese Jahreszeit mag ich den späten Nachmittag hier besonders, da man bei gutem Wetter mit schöne Seitenlicht belohnt, oft allerdings auch mit starken Kontrasten konfrontiert wird. Aber letztendlich bietet dieser kleine Platz unendlich viele Fotomöglichkeiten: Der wohl meist fotografierte Berg Schottlands, der Buachaille Etive Mòr, steht mit seiner Nordflanke zu uns, der River Coupall windet sich schön durch’s Tal, das einsame Cottage steht wie dafür gebaut in dieser ganzen Szenerie, man könnte auf den Ben a’Chrulaiste laufen, um ein erhöhtes Panorama des Tals und der umliegenden Bergwelt zu fotografieren und und und…

Als das Licht weg war, packten wir zusammen und fuhren zurück ins Hotel. Nachdem Abendessen bot ich allerdings noch eine Nacht-Session an, da man sternenklare Nächte in Schottland eigentlich ausnutzen muss!

Den restlichen Abend ließen wir noch gemütlich am Feuer mit dem ein oder anderen schottischen Getränk ausklingen…
Zur Erinnerung: Tag 1 & 2 findet ihr unter diesem Link!

  • Martin –

Martin Ziaja ist gelernter Fotograf, der seit Anfang der 2000er Jahre in diesem Bereich arbeitet. Seine Tätigkeitsfelder erstrecken sich von klassischer Portraitfotografie über Hochzeiten und Aktfotografie bis hin zu Image-Projekten für Tourismus- und Architekturkunden.
Sein Wissen gibt er seit 2005 in seinen zahlreichen Fotokursen und den von ihm geleiteten Fotoreisen weiter.

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